Erfahrungen aus meinem Blutzucker Selbstexperiment


Bestimmt hast du es auch schon einmal gesehen. Diesen kleinen weißen Sensor, welcher bei manchen Menschen am Oberarm klebt. Er ist mit einer kleinen flexiblen Nadel mit der Haut verbunden und misst den Blutzuckerspiegel im Körper. Für Diabetiker ist das ganz schön praktisch, weil sie dadurch konstantes Feedback zu ihrer Blutzuckersituation erhalten. Doch wieso habe ich mir freiwillig so einen Sensor in den Oberarm "gestanzt"? Eins vorneweg... es hat überhaupt nicht weh getan, obwohl ich doch etwas Respekt hatte vor der Nadel... ok weiter im Text. 1. ich wollte ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie verschiedene Lebensmittel, Lebensmittelkombinationen, körperliche Aktivität, Stress, etc. auf meinen Blutzucker wirken 2. wollte ich einfach mal erfahren, ob ich ein gesundes Blutzuckerverhalten habe 3. wollte ich herausfinden, ob eine Unterzuckerung die Ursache für meine hin und wieder auftretenden Heißhunger Attacken sind 4. betreue ich den ein oder anderen Kunden mit erhöhten Blutzuckerwerten. Ich wollte sehen, in wie weit Nahrungsmittelkombinationen angepasst werden müssen, um bereits positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel zu erhalten. 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬𝐬𝐚𝐧𝐭𝐞 𝐄𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞 Ich muss sagen, dass Selbstexperiment hat sich mehr als gelohnt. Etwas in einem Fachbuch zu lesen oder es am eigenen Körper zu erfahren sind definitiv zwei GANZ UNTERSCHIEDLICHE paar Schuhe. Es hat nicht nur mir, sondern auch dem ein oder anderen Kunden ganz schön die Augen geöffnet. zu 1. - unglaublich, wie gut Hülsenfrüchte und gute Fette den Blutzucker stabilisieren. - ebenso verrückt, wie bereits die kleinste Zugabe von Kohlenhydraten, z.B. durch einen Schnitz Apfel den Blutzucker in die Höhe treibt. - Kombinationen aus Kohlenhydraten und Eiweiß ließen meinen Blutzucker förmlich explodieren - ein kleiner Spaziergang nach dem Essen hat super geholfen den Blutzucker rasch abzubauen - psychischer Stress ließ den Blutzuckerspiegel das ein oder andere Mal ansteigen zu 2. - ich bin kein Arzt. Aber mein Körper scheint sehr gut auf Kohlenhydrate und Zucker zu reagieren. Nüchtern lag mein Blutzuckerwert zw. 80 und 100 (u100 gilt als normal) Nach Aufnahme von Kohlenhydraten/Zucker stieg mein Blutzucker rasch an und fiel dann relativ schnell wieder auf den Ursprungswert zurück (bei einem gestörten Blutzuckerverhalten kann es schonmal sein, dass die Blutzuckerwerte relativ lang erhöht bleiben.) zu 3. - so wie es aussieht, hat Unterzuckerung nichts mit meinen Heisshungerattacken zu tun. Ist wohl eher ne psychische Sache :P


zu 4.

- und hier habe ich wohl die meisten Erkenntnisse erhalten.

Bsp: ein Kunde berichtete mir von seinem Frühstück: Obst mit Haferflocken und Joghurt... hört sich gesund an oder? Sind schliesslich alles gute Zutaten.


Für einen Sportler, der schnelle Energie braucht, wäre das wohl ein super Frühstück. Doch für einen Menschen mit Prädiabetes wohl eher nicht.


All diese Zutaten sind Zucker, bzw. Kohlenhydrathaltig und lassen den Blutzucker stark und schnell in die Höhe schiessen ... nicht so gut, wenn man bereits ein Problem mit dem Blutzucker hat.


Was haben wir also gemacht? Ganz einfach. Wir haben die Kohlenhydrate (Obst und Haferflocken) etwas reduziert, etwas gute Fette hinzugegeben (Nüsse) und Eiweiss etwas hochgefahren (Quark statt Joghurt). Danach war der Blutzuckerwert super.


*FAZIT*

Das Selbstexperiment war eine super Erfahrung.

Für einen stabilen Blutzucker solltest du:

- dich ausgewogen ernähren/ bzw. Lebensmittel clever miteinander kombinieren

- Zucker reduzieren

- dich möglichst viel bewegen

- ausreichend schlafen

- Stress reduzieren, bzw. an deiner Stressresistenz arbeiten


Eigentlich alles Dinge, die generell eh als gesund gelten.


Doch manchmal braucht man halt ein visuelles Feedback, wie beispielsweise Blutzuckerzahlen, damit man das auch WIRKLICH GLAUBT und umsetzt.


Falls du Hilfe dabei brauchst, deine Lebensgewohnheiten umzustellen, dann schreib mir eine Nachricht.


Dein Restart-Coach

Selina

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